Judith Neunhaeuserer & Lukas Kindermann

Doppelpass VIII - Erdanziehung

18.09.2026 – 12.11.2026

Die Ausstellung »Erdanziehung« bringt zwei künstlerische Positionen zusammen, die Schwerkraft als poetische wie physikalische Kraft verhandeln. Lukas Kindermann arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Natur und nutzt 3D-Duplikate, maschinelle Zeichnungen, Video und installative Setzungen, um scheinbar stabile Ordnungen ins Schweben zu bringen. In Vitrinen verknüpft der Künstler Archivalien sowie künstlerische Werke und schafft ein ungewöhnliches Narrativ. Judith Neunhäuserer verbindet wissenschaftliche Ansätze mit mythischen Erzählungen und arbeitet medienübergreifend mit Installation, Fotografie, Video, Skulptur und Text. Ausgehend von Erdgeschichte, Expeditionen und geologischen Spuren fragt sie nach der Verletzlichkeit des Planeten und der zeitlichen Tiefe des Bodens, auf dem wir stehen. In »Erdanziehung« begegnen sich Kindermanns spekulative Bildräume und Neunhäuserers forschende Materialstudien als dialogische Versuchsanordnung: Zwischen Fall und Schwebe, Gewicht und Leere, Vermessung und Fiktion entsteht ein Raum, in dem Schwerkraft als existenzielles Erfahrungsfeld neu verhandelt wird.

Judith Neunhaeuserer, Weder Evolution noch Uratom: Eins ist, was die Welt zusammenhält, 2024, Tusche und Ölkreide auf Papier auf Holz, 144 x 275 x 8,5 cm Edition: Bildrechte:Judith Neunhaeuserer

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