Elisabeth Brockmann
Krieger
02.05.2026 – 20.06.2026
Krieger sind Menschen. Menschen sind Krieger? Elisabeth Brockmann begann ihre Bildserie mit dem Titel „Krieger“ im Frühling 2022. Dass kurz zuvor ein Krieg begonnen hatte, mag die Wahl des Titels beeinflusst haben. Im Verlauf der Arbeit spielte der Gedanke daran jedoch keine Rolle mehr. Zentral war stattdessen ihr Interesse an menschlichen Gesichtern, welches schon immer Bestandteil ihrer Arbeit ist. Entstanden sind rund 190 Portraits zerstörter und zerstörerischer Gesichter. Dass Krieg ein unvermeidlicher Teil des Menschen sei, galt lange als Gewissheit. Archäologische Funde der letzten Jahre widerlegen diese Annahme. Demnach gibt es Krieg erst seit ca. 15.000 Jahren. Die Künstlerin fragte sich also, ob wir Gewalt im Menschen sehen, weil sie ihm ursprünglich eingeschrieben ist oder weil wir gelernt haben, sie dort zu erwarten. Ihre Arbeit definiert sie darum als politisch im existentiellen Sinn. In der Galerie werden ihre expressiven Porträts in einem raumgreifenden Tableau präsentiert. Die Künstlerin begleitet die Ausstellung mit ihrem Buch „Gefälliger Wahnsinn“. Elisabeth Brockmann wurde 1955 in Unna geboren. Sie studierte an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei bei Gerhard Richter. Später arbeitete sie vor allem fotografisch. Bekannt wurden ihre Collagen und großformatigen Leuchtkästen, die, in Fensterflächen installiert, Fassaden oder ganze Orte zu einem Kunstwerk formten. Brockmann arbeitete außerdem für Bühneninszenierungen und schrieb mehrere Bücher. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Elisabeth Brockmann, Krieger Nr. 17, 2022, Acryl auf Stahlblech, 28,5 x 21 cm, Galerie Wittenbrink
Türkenstr. 16
80333 München
Tel. +49 89 260 55 80
info@galeriewittenbrink.de
Öffnungszeiten
Di–Sa 11.00–18.00 Uhr
eingeschränkt barrierefrei
