…damit das Geräusch des Krieges nachlässt, sein Gedröhn

Chantal Akerman, Nikita Kadan, Jean Katambayi Mukendi, Tarik Kiswanson, Hiwa K, Atalya Laufer, Selma Selman, Hito Steyerl, Sung Tieu, Miloš Trakilović, Ian Waelder, Leyla Yenirce, Schlechte Wörter / Bad Words (Claudia Durastanti, Enis Maci, Raphaëlle Red, Fiston Mwanza Mujila, Tanasgol Sabbagh, Fabian Saul, Mathias Zeiske

30.10.2025 – 12.07.2026

Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem langen Nachwirken von Kriegen seit 1945. Internationale Künstler*innen reflektieren in ihren Werken Erfahrungen von Gewalt, Zerstörung und Wiederaufbau. Aus Perspektiven der Migration, von oder nach Europa, erzählen sie von Verlust, Flucht und Neuanfängen. Und sie berichten von der Herausforderung, weiterzuleben. Wie prägen Erfahrungen des Krieges das Leben künftiger Generationen in pluralen, (post-)migrantischen Gesellschaften? Was bleibt – und was wird weitergegeben?

Angesichts der Allgegenwärtigkeit von Kriegen – in der Ukraine, im Nahen Osten, im Sudan, im Kongo und anderen Teilen der Erde – erscheinen diese Fragen unmittelbar und nah. Die mit Kriegen verbundenen Konflikte und Polarisierungen stehen in der globalen Welt miteinander in Relation und sind nicht auf bestimmte Orte oder Zeiträume beschränkt. 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs zeigt sich, dass die mit der Nachkriegsordnung verbundene Hoffnung auf Frieden unerfüllt geblieben ist. Die Folgen kriegerischer Konflikte werden heute mit aufgerüsteten Grenzregimen gewaltsam verdrängt – dabei werden nicht nur Territorien markiert, sondern auch Grenzen der Empathie. Wie können wir angesichts dessen innerhalb einer vielfältigen Gesellschaft zu einer Sprache finden, die auf einer gegenseitigen Anerkennung von Leid und Trauer basiert und sich nationalistischen Ideologien verwehrt?

Künstler*innen
Chantal Akerman, Nikita Kadan, Jean Katambayi Mukendi, Tarik Kiswanson, Hiwa K, Atalya Laufer, Selma Selman, Hito Steyerl, Sung Tieu, Miloš Trakilović, Ian Waelder, Leyla Yenirce, Schlechte Wörter / Bad Words (Claudia Durastanti, Enis Maci, Raphaëlle Red, Fiston Mwanza Mujila, Tanasgol Sabbagh, Fabian Saul, Mathias Zeiske)

Kuratorin Juliane Bischoff
Assistenzkurator Chris Reitz

Hito Steyerl, November, 2004, © Courtesy of the artist, Andrew Kreps Gallery, New York und Esther Schipper, Berlin/Paris/Seoul

NS-Dokumentationszentrum München

Max-Mannheimer-Platz 1
80333 München

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Öffnungszeiten

Dienstag–Sonntag, 10:00–19:00 Uhr

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